Spiel-Werkstatt

Mit Hilfe der zabulo Spiel-Werkstatt können Sie Würfel-, Karten- und andere Regelspiele aus Papier erstellen und anschließend ausdrucken oder speichern.

Beispielhaft sehen Sie hier, wie das Layout "Kugelfußball" umgesetzt und gespielt werden könnte (erklärt in einfacher Sprache für Kinder). Die Erklärvideos zu den einzelnen Spielen zeigen stets Grundregeln. Diese können nach Belieben variiert und erweitert werden: Lassen Sie den kreativen Ideen Ihrer Schüler freien Lauf!

Layouts in der zabulo Spiel-Werkstatt

Folgende Layouts bzw. Spiele gibt es in der Spiel-Werkstatt, viele davon in einer Variante "Bild" und "Wort":

Folgende Zusatzmaterialien sind vorhanden:

 

Hier sind jeweils einige Beispiele für die verschiedenen Layouts bzw. Layout-Familien gezeigt:

 

Glückspilz (Variante Bild und Wort)

Glückspilz Bild  Glückspilz Wort

Gespielt nach den klassischen Regeln von "Mensch ärgere dich nicht" mit frei nutzbaren Aktionsfeldern ("!"), wahlweise mit Bildern oder Wörtern

 

Wörtertreppe (Variante Bild und Wort)

Spielidee nach Dr. Michael Kirch

Wörtertreppe Bild  Wörtertreppe Wort

Klassisches Würfelspiel mit frei nutzbaren Aktionsfeldern ("!"), wahlweise mit Bildern oder Wörtern

 

Würfelschnecke (Variante Bild und Wort)

Würfelschnecke Bild  Würfelschnecke Wort

Klassisches Würfelspiel im Schnecken-Design mit frei nutzbaren Aktionsfeldern ("!"), wahlweise mit Bildern oder Wörtern

 

Würfelwelten (Variante Bild und Wort)

Wörterwelten Bild  Wörterwelten Wort

Klassisches Würfelspiel im Weltraum-Design mit frei nutzbaren Aktionsfeldern ("!")

 

Lupenzauber

Spielidee nach Dr. Michael Kirch

Lupenzauber   LupenzaubersteinLupenzauber

Würfelspiel, gespielt mit einem Lupenzauberstein und Lupeneffekt für die hervorgehobenen Stellen im Wort

Drei gewinnt (Variante Bild und Wort)

Drei gewinnt Bild  Drei gewinnt Wort  Drei gewinnt Wort

Würfelspiel, gespielt mit einem 10er-Würfel: Wer hat als erster eine Dreierreihe?

 

Duett, Terzett, Quartett

Duett  Terzett  Quartett 

Klassische Kartenspiele

 

 

Labyrinth

Labyrinth  Labyrinth    

Ein Lege-Kartenspiel, bei dem man den Weg durch das Labyrinth finden und dabei die Wörter der Schatzkiste abklappern muss

 

Wörter versenken

Spielidee nach Dr. Michael Kirch

Wörter versenken  Wörter versenken - Beispiel   

Gespielt nach den Regeln von "Schiffe versenken", nur mit Wörtern

 

Flipper (Variante Bild und Wort)

Flipper Bild  Flipper Wort  Flipper im Karton   

Geschicklichkeitsspiel, gespielt mit drei Flohchips pro Spieler: Jeder darf pro Spielzug zweimal schnipsen. Wer erflippert die meisten Wörter?

 

Froschalarm (Variante Bild und Wort)

Spielidee nach Dr. Michael Kirch

Froschalarm Bild  Froschalarm Wort    Froschalarm Variante Hüpffrosch  Froschalarm Variante Flohchips

Geschicklichkeitsspiel, spielbar entweder mit zwei Flohchips pro Spieler oder einem Hüpffrosch

 

Kugelfußball (Variante Bild und Wort)

Kugelfußball Bild  Kugelfußball Wort    Kugelfußball Spielweise  Kugelfußball Karton

Geschicklichkeitsspiel: Durch Balancieren des Spiels gilt es, mit der großen Glasmurmel/Kugel in eine Tor zu treffen und Wörter zu sammeln

 

Zusatzmaterial: Lösungsblatt-Wörterliste

Lösungsblatt - Wörterliste     

Für Freiarbeit und Selbstkorrektur oder Portfolio-Hefte, z.B. zum aktuellen Grundwortschatz

 

Zusatzmaterial: Schreibblatt, Schreibblatt mit Zeilennummern und Schreibblatt mit Wortnummern

Schreibblatt  Schreibblatt mit Zeilennummern  Schreibblatt mit Wortnummern

Falls einmal kein Schreibblock zur Hand ist oder man nicht immer die schön eroberten Wörter zählen möchte ...

 

 

Grundgedanken: Didaktisch-methodische Tipps zum Einsatz der Spiele

Flow und Motivation: Das Spiel als positive Erfahrung

Spiel ist eine für Kinder und Jugendliche motivierende Lernform. Es macht einfach Spaß, zu spielen. In zabulo werden dazu v.a. allgemein bekannte Spielformen verwendet, die man aus dem Alltag kennt. Das weckt positive Assoziationen. Außerdem sind meist die Regeln sowieso bekannt (z.B. wird "Glückspilz" nach den Regeln von "Mensch ärgere dich nicht" gespielt) und müssen im pädagogisch-therapeutischen Setting nur nochmal kurz wiederholt und adaptiert werden. 

Erfolg möglich machen: Jedes Kind ein Sieger

Ziel des Einsatzes der Spiele ist es, dass alle Mitspieler am Ende Gewinner sind. Daher sind bei vielen Spielen z.B. nicht nur Rechtschreibfähigkeiten spielentscheidend, sondern auch motorische Geschicklichkeit oder einfach Glück. Das hat zur Folge, dass auch schwache Rechtschreiber gewinnen können! Pädagogisches Ziel sollte sein, möglichst vielfältige Gewinner zu definieren und Erfolg möglich zu machen. Einige Beispiele, wählbar und beliebig erweiterbar je nach Spiel:

  • Würfel-Sieger: Der klassische Spielgewinn: Wer per Würfeln als erster im Ziel ist, hat gewonnen, sprich ist "Würfel-Sieger". Es kann einen ersten, zweiten und dritten "Würfel-Sieger" geben. 
  • Wörter-Sieger: Wenn die Spiele als Schreib- oder Sammelanlass genutzt werden, gibt es auch einen "Wörter-Sieger": Das Kind, das die meisten Wörter geschrieben/benannt hat und bei sich gesammelt hat (aufgeschrieben, Karten gesammelt etc.), ist "Wörter-Sieger".
  • Richtigschreib-Sieger: Das Kind, das die meisten Wörter richtig aufgeschrieben hat (ohne durchstreichen, Fremdkorrektur) etc.
  • Schönschreib-Sieger: Das Kind, das am ordentlichsten geschrieben hat.
  • ah-, er-, ... -Sieger: Das Kind, das die meisten Wörter mit ah, er etc. gesammelt hat.
  • Erklär-Sieger: Das Kind, das die meisten Wörter gut erklären konnte.
  • Rate-Sieger: Das Kind, das die meisten Wörter erraten hat.
  • ...

Oft finden gerade die Kinder selbst schöne Sieger-Ideen. Sie zu ermuntern, eigene Sieger zu küren und eigene Spielideen in ihrer Gruppe zu vereinbaren fördert soziale und sprachlich-kommunikative Kompetenzen. Und führt zu oft ungeahnter Kreativität!

Wörter schreiben dürfen, nicht müssen

Auf Schreib-Arbeitsblättern muss man oft schreiben. Durch das Reframing des Schreibens im Spiel - man kann ja "Wörter-Sieger" werden, wenn man die meisten Wörter aufgeschrieben hat, erhält Schreiben einen neuen Sinn: Nun hört man von den Kindern oft "ich darf das Wort schreiben" statt "ich muss das Wort schreiben". Auch Aktionsfelder wie "Du darfst das Wort noch 3 mal aufschreiben" sind plötzlich motivierend. Lernen und Auseinandersetzung mit Schrift wird dadurch positiv besetzt:

  • Wörter schreiben "müssen" → "dürfen"
  • Erfolg: Rechtschreibleistung, Geschick, Glück, …
  • Verschiedene Sinneserfahrungen
  • Viele Gewinner

Kooperatives Lernen statt Verinseln vor Arbeitsblättern

Lernen im Spiel ist Lernen mit anderen. Während das Ausfüllen von Arbeitsblättern isoliert, erfordert es die Lernform "Spiel" sich sozial-kommunikativ mit einem Partner auseinander zu setzen. In kooperativen Gruppen heißt das aber auch: Peer-group-Lernen und gegenseitige Unterstützung. Das Nachfragen und gegenseitige Helfen gewinnt an Bedeutung. 

Differenzierungsmöglichkeiten für heterogene Lerngruppen

Die Spiele bieten vielfältige Differenzierungsmöglichkeiten, gerade für heterogene Lerngruppen:

  • Verwendung unterschiedlicher Würfel: Je höher die Augenzahl, desto kürzer dauert das Spiel.
  • Spielende und Spieldauer: Gesetzt durch das natürliche Spielende oder durch eine Sanduhr
  • Gruppenzusammensetzung: Durch die Gruppenzusammensetzung lässt sich auf Lernprozesse Einfluss nehmen (leistungshomogen oder -heterogen, nach sozialen Kriterien, Übungsschwerpunkten etc.)
  • Passung über Aktionsfelder: Die meisten Spiele enthalten außerdem sogenannte "Aktionsfelder" (Felder mit einem Ausrufezeichen: !). In den Zusatzmaterialien können vorgefertigte Aktionskarten, aber auch Blankokarten ausgedruckt werden. Mit Hilfe der Aktionskarten und v.a. auch eigener, nach den Bedürfnissen der Klasse selbst gestalteten Kartensätzen können die Spiele nochmal an die Bedürfnisse der jeweiligen Lerngruppe angepasst werden.
  • "Bild" vs. "Wort": Die Layoutvariante "Bild" erfordert meist höheres aktives Wissen als die Layout-Variante "Wort"
  • Mit oder ohne Ablenker: Werden z.B. "Wörter mit ah" (z.B. "Bahn") geübt, können nur Wörter mit dieser Schreibweise verwendet werden oder eben auch die Schreibweisen "a" (z.B. "Nase") bzw. "aa" (z.B. "Haar")

Praktische Ideen für den Einsatz der Spiele

Spielmaterialien

Die Spiele sind so konzipiert, dass als Zusatzmaterialien in der Regel gängige Dinge nötig sind, die sowieso in der Einrichtung verfügbar sind (z.B. Würfel, Spielfiguren, Kopierpapierkartons).

Spielmaterialien Spielmaterialien

  • Spielfiguren
  • Würfel: Meist ein klassischer 6er-Würfel, manchmal empfiehlt sich auch ein 3er-Würfel (Blankowürfel per Hand beschriften oder einen 6er-Würfel überkleben) und für "Drei gewinnt" ein 10er- oder 12er-Würfel)
  • Sanduhren: Man kann ein Spiel spielen, bis es formal zu Ende ist (z.B. Würfelspiel: Ein Spieler kommt ins "Ziel"). In der Freiarbeit ist es oft besser planbar, das Spielende durch die Sanduhr zu setzen: Wer mit Ablauf der Zeit am weitesten ist, ist Würfelsieger. Wer zu diesem Zeitpunkt die meisten Wörter gesammelt hat, ist Wörtersieger etc. Sanduhren gibt es in verschiedenen Größen und Zeit im Handel. Alternativen sind Time-Timer, Tablet- oder Handy-Apps etc.
  • Flohchips/Plastikchips: transparente Chips zum Schnipsen und Springen (z.B. für Flipper, Froschalarm)
  • Magnete: Zum Einbauen von Hindernissen (z.B. Kugelfußball). Magnete können fest an der Spielebene platziert werden, indem einer von oben und einer von unten angebracht werden.
  • Hüpffrösche: Im Spielwarenladen gibt es Hüpffrösche. Das Spiel Froschalarm lässt sich natürlich auch mit einfachen Flohchips spielen, ist aber mit Hüpffröschen auch sehr lustig.
  • Lupenzauber-Spielsteine: Das Spiel Lupenzauber kann man entweder nur mit Flohchips spielen oder man kann Lupenzauber-Spielsteine verwenden. Das sind kleine Becherlupen. Man findet Bestellmöglichkeiten im Internet, wenn man nach "Plastikdose mit Lupendeckel" sucht (oft im Mineralienbedarf). In die Dose wird ein roter, transparenter Plastikchip gelegt.
  • Schreibpapier und Stift; evtl. auch Portfolio-Heft; Papier ist auch mit Hilfe der "Schreibpapier"-Layouts mit zabulo ausdruckbar
  • Kopierpapierkartons, je nach Ausdruckgröße des Spielplans in A4 oder A3. Für manche Spiele müssen noch Seiten aufgeschnitten (z.B. Froschalarm) oder Löcher eingeschnitten (z.B. Kugelfußball) werden. Die Kartons kann man mit den Kindern auch noch kreativ gestalten.

Farbe oder schwarz-weiß

Die Spiele sind stets in schwarz-weiß oder farbig verfügbar. Zum Umstellen wählen Sie die Einstellung "Schwarz-weiß" im "Einstellungen"-Dialog über der Voransicht.

Glückspilz Bild farbig Glückspilz Bild schwarz-weiß

Variante farbig (links) oder schwarz-weiß (rechts)

Zu jedem Spiel gibt es Zusatzmaterialien zum Ausdrucken:

  1. Spielanleitung in einfacher Sprache mit den Grundregeln
  2. Aktionskarten als Kartensätze zu verschiedenen Aktionsbereichen oder als Blankovorlagen

Spielanleitungen

Anleitung Glückspilz

Beispielhafte Anleitung zum Layout "Glückspilz"

Zu jedem Spiel gibt es eine Spielanleitung mit den zentralen Regeln. Lehrkräfte und Schüler sind herzlich eingeladen, diese zu adaptieren und zu verfeinern, oder auch eigene Regeln zu schaffen. Die Regeln sind mit Piktogrammen aufbereitet und versucht, in einfacher Sprache zu halten.

Aktionskarten

Fast alle Spiele enthalten Aktionsfelder, erkennbar am Ausrufezeichen. Wenn ein Spieler auf ein Feld mit "!" kommt, darf er eine Aktionskarte ziehen.

Es gibt Aktionskarten zu verschiedenen Bereichen, aber auch Blankovorlagen für eigene Aktionen, passend zu den jeweiligen Lernbedürfnissen der Gruppe.

Aktionskarten Bewegung Aktionskarten Bewegung
Aktionskarten Kreativität Aktionskarten Kreativität
Aktionskarten Lesen Aktionskarten Lesen
Aktionskarten Schreiben Aktionskarten Schreiben
Aktionskarten Spiel Aktionskarten Spiel

Die Aktionskarten wurden bewusst sehr universell formuliert (z.B. nicht: "Du darfst nochmal würfeln", sondern "Du bist nochmal dran"), damit sie für möglichst viele Spielformen einsetzbar sind.

Laminieren? Alternative Acrylglas-Platte!

Laminieren macht die Spiele haltbar, ist aber aufwändig und erzeugt letztendlich in hohem Maße Plastikmüll. Eine Alternative ist es, ein paar Acrylglas-Platten im Baumarkt für die Lerngruppe anzuschaffen:

Acrylglas-Platte

Acrylglas-Platte DIN A3 über einem DIN A4-Spiel

  • Platte DIN A4: für die kleinen Spiele oder in Kartons gelegte Spiele
  • Platte DIN A3: ebenfalls für A4-Spiele, mit Überstand (z.B. Flipper: man kann angenehmer den Arm auflegen, die Spieloberfläche wird größer)

Acrylglas-Platten findet man im Fachhandel im Internet oder in Baumärkten. Oft bieten Händler individuelle Zuschnitte an.

Blankovorlagen

Um auch den individuellen Grundwortschatz der Kinder und Jugendlichen aufgreifen zu können, besteht die Möglichkeit, zu allen Spielen Blankovorlagen auszudrucken. Dazu klicken Sie auf "Drucken", solange noch keine Items in das jeweilige Layout eingefügt worden sind.

Blankovorlage Wörtertreppe farbig Blankovorlage Wörtertreppe farbig 

Beispiele für Blankovorlagen: Spiel Wörtertreppe, links farbig, rechts schwarz-weiß

Jeder Schüler könnte dann "seine" Blankovorlage, evtl. sogar zu seinem Lieblingsspiel, erhalten und darin nach und nach seine am häufigsten genutzten Wörter (z.B. "Fußball", "Prinzessin") notieren. Die Wörter können aus dem Schreiben eigener Texte hervorgehen. Anschließen kann man mit dem Freund oder daheim mit den Eltern das eigene Spiel spielen.